Samstag, 25. Februar 2012

Kurz und knapp: Warum Flügel zum Fliegen da sind

Kennt ihr diese optischen Spielzeuge aus gefärbtem Öl, Gel oder auch Sand, in einem durchsichtigen Gefäß, welche bei Bewegung durch den Betrachter verschiedene Muster ergeben? Auch manche Cocktails funktionieren auf diese Weise: Erst gemixt, dann trennen sich die Hauptzutaten oder vermengen sich zu einer neuen Mischung.

Genau dasselbe hat man in der regulären Parteienlandschaft, und narürlich auch innerhalb jeder einzelnen Partei: Die geographische, erzieherische oder auch berufliche Herkunft (nur als Beispiele genannt) bilden teilweise mehr oder weniger Grundlagen für verschiedene Gruppen, Interessen und Antriebe etwas zu verändern. Menschen reagieren verschieden auf Veränderungen die die Gesellschaft, das Zeitgeschehen liefert.
Roaring Pegasus
Was die Piraten den meisten Parteien voraus hat, ist die Fähigkeit unglaublich vernetzt zu denken und zu handeln. Nicht umsonst tragen wir Begriffe wie "Schwarmintelligenz", "Inhalte statt Köpfe" oder "Basisdemokratie" vor uns her wie eine Monstranz. Wir identifizieren uns damit, dass wir die Vielen sind die zusammen Entscheidungen treffen. Und das trotz Hauen und Stechen und Trollen recht gut.

Es braucht Vielfalt, verschiedene Strömungen und ja auch Flügel um sinnvoll diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Sei dies eine Nuklearia die sehr provokant hervorsteht, oder auch eine Gruppe42 welche sich fast wie ein digitaler Seeheimer Kreis profiliert, welche das alte Profil der Netzpartei konservieren möchte. Diese Strömungen; informell, dynamisch und nicht uniform sind gesund. Sie können irritieren, aufwühlen und das bunte Gefüge durcheinander bringen und neue Muster formieren.

Ein bisschen könnte man eben auch von einer sehr starken quasi "autoparlamentarischeren" Demokratie innerhalb der Partei sprechen die über Inhalt, Form und Sprache diskutiert wie ein großes Parlament. Es gibt eher konservative, mittige, liberale und linke Gruppierungen und Lager. Man könnte genauso auch den Bundestag mit uns füllen und es würde sich höchstens die Qualität der Politik ändern. Das Abendland würde nicht untergehen sondern aufatmen und sich ein Piccolöchen öffnen.

Daher lasst und locker mit Flügeln umgehen die wir so an uns wachsen lassen. Es war bei den Grünen noch so, dass die Flügel amputiert, verkümmert oder verendet sind. Das müssen wir nicht. Wir sind wieder einen Schritt voraus. Wir wissen tief im Inneren: Flügel sind zum Fliegen da. Oder mit dem Bild des optischen Spielzeuges gesagt: Es wird sowieso immer geschüttelt und gerüttelt, mal hier mal da. Lasst uns die Farben genießen und damit jonglieren.  


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