Donnerstag, 5. August 2010

Sprechstunde der piratigen Art - eine kurze Anekdote

Gestern war ich bei meinem Geschichtsprofessor in der Sprechstunde. Übliche Studentenroutine. Was mich nebst der Routine erfreute, war die digitale Begeisterung die mein Professor an diesem Tage mir zeigte: Mein Thema, welches ich in der Magisterarbeit und in einer Vorhergehenden Arbeit bearbeiten möchte, sind die Parallelen zwischen mittelalterlicher Kultur und der der heutigen Netzkultur. Was es damit auf sich hat, werde ich später einmal schreiben. Ich bekam erfreulicherweise viel Zuspruch für mein Thema. Es kamen auch allgemeine Themen der digitalen Welt auf, unter anderem auch die Piratenpartei als dessen Mitglied ich mich dann auch outete.

Dieses Outing resultierte darin, dass der Professor von seinem Sohn erzählte, ein Student in Münster, der gerne der Piratenpartei beigetreten wäre. Jedoch hat dieser davon abgesehen, da er die Partei als zu formal wahrnahm. Ich grinste und dachte mir meinen Teil. Im Zuge dieser Erzählung erwähnte mein Professor noch unseren Bundesvorsitzenden Jens Seipenbusch. Angeblich wolle der Professorensohn nun die SPD lieber mit piratigen Themen bearbeiten. Der Vater jedoch behauptete, der junge Mann würde so gegen Wände rennen.

Ich musste ob dieser Geschichte lächeln und klärte meinen Gesprächspartner derweil auf, dass die Strukturen und organisatorische Beschaffenheit der Piratenpartei derzeit in NRW stark vom örtlichen Personal abhängen und was dort wohl für richtig gehalten wird. Die Strukturdebatte wollte ich sicher nicht in diese Sprechstunde hineintragen. Dazu war die Zeit und mein Nervenkostüm zu knapp bemessen.

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